24.6. - Geburtstag!


Skippers Geburtstag! Leider leidet er heute morgen höchstselbst unter dem IPC-typischen Phänomen der K-Schmerzen. "Der Wodka war scheisse gestern. Heute abend trink ich ´ne Flasche Linie!" Dazu gesellt sich eine bis dato unbekannte Kreislaufschwäche, die Leibarzt und Typberater Füller aber gekonnt gegentherapiert. Somit bleibt Zeit für ein herrliches Frühstück an der Sonne und eine genaue Vorbereitung des heutigen Segelpensums.

14 Uhr. Wir legen tatsächlich noch ab. Alles klappt wie am Schnürchen. Komisch. Vier bis fünf Windstärken, Reff 3, präziser Abgleich von Landmarken mit GPS-Daten. So machen's auch die Nerds von der Illbruck. Doppel-Q-Wende an der Rot-Weissen-Tonne, auf 155° Grad abfallen, Landabdeckung nutzen, einlaufende Heckbewellung absurfen, raumschots durchsacken lassen. Dann die Navigationsprüfung: Nach der Schleimündung den Korridor steuerbords neben dem militärischen Sperrgebiet finden. Die Marines auf dem Schnellboot an Backbord machen sich ´nen Bunten. Wir rasen dran vorbei. Das Anemöschen II -schnellstes Boot auf der Ostsee. Sogar zu schnell zum Angeln; B.I.G. packt wieder zusammen.

Ob der vorgerückten Stunde, entschliessen wir uns, den Yachthafen von Damp mit unserer Gegenwart aufzuwerten. Damp 2000, steingewordener Fortschrittsglaube der 70er Jahre. Mittlerweile zum drittklassigen Rehazentrum für beinamputierte Kettenraucher und Klassenreise- Main- Event bei mehlhäutigen Ruhrpottkids durchgereicht. Große Enttäuschung bei der IPC, als wir erfahren müssen, dass die Disco montags Ruhetag hat. Und dabei hat doch Niedersachsen gerade Sommerferien!

Commander B.I.G. wird zum hauptamtlichen Koberer benannt, er soll die Party-Situation ausscouten und notfalls die Chicas direkt in die Hood an Bord locken. Wir erwarten größere Erfolge als gestern, wo er nach der Begrillung nur Schorsch, den Schrosch fangen konnte.



Leider entpuppt sich Damp 2002 als absolute Party-Diaspora. Nur die Hafenklause hat geöffnet. Verdampt. Aber wie es das Schicksal so will, treffen wir wenigstens auf Anna und Amely. Die beiden langweilen sich auch. Man kommt ins Plaudern. Und ins trinken.



Zu später Stunde finden sich alle auch an Bord wieder. Den Mädels scheint es sichtlich zu gefallen. Selbst als unser angeschlagenes Geburtstagskind schon den Matratzenhorchdienst antreten will, zeigen sich unsere Gäste völlig ungeniert und springen noch unter Deck ´rum. Irgendwann wird`s der Crew zu bunt. Grenzen müssen gesetzt werden. Der Plan für Morgen lautet schliesslich: 8 Uhr Wecken, 9 Uhr Ablegen, 13 Uhr Kiel einlaufen, 13.30 WM-Halbfinale auf Großbildleinwand gucken. Also, die IPC braucht einfach drei Stunden Schlaf, außerdem essen wir auch zeitig. Ansage ans Weibsvolk: Polonaise ´raus oder sich sofort auf die vorhandenen Kabinen verteilen. "Wie jetzt?" Antwort: "Wie wie?" Eindeutiges Kommando, entweder alle ´raus oder ab auf`s Zimmer. So kehrt schliesslich Ruhe ins Boot ein.