23-04-03: Lars Vegas 

Ist die IPC morgen reich? Brauchen wir alle nie wieder zu arbeiten, außer zum Spaß?

Mit diesen und ähnlichen Gedanken im Kopf erwacht an diesem Morgen die kleine Reisegruppe. Man ist im Spielfieber, Strategien und finanzielle Limits werden diskutiert. Auf dem Weg ins Spielerparadies kommen wir überein, alle mit dem gleichen Einsatz zu spielen und sämtlich anfallende Gewinne durch drei zu teilen. Sollte die Summe den zweistelligen Millionenbereich übertreten, werden alle anderen IPC- Mitglieder bei der Arbeit ausgelöst und müssen fortan am sorglosen Leben teilnehmen. Ja, Fortuna flirtet mit den Optimisten.

Die Fahrt, wie immer, ein Genuss. Durch den Dauerregen in La sind sämtliche Ampelanlagen ausgefallen, Sheriffs regeln den Verkehr.

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Der Weg führt durch die Wüste, eine der vielen hier vorkommenden Wüsten, wie wir im Laufe der nächsten Tage feststellen werden. Ach so, Saturno, und meistens gibt es in der Wüste auch keine Telefone oder Internet- Cafés.

Unterwegs machen wir Halt an einer ziemlich runtergekommen Tankstelle, an der es dem Zustand der Zapfsäulen nach zu urteilen schon seit Jahren keinen Sprit mehr gibt. Dafür authentisches Road Movie- Feeling.

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In Lars Vegas angekommen,  laufen wir zum Chillen ein vorgelagertes Casino an, Eintritt frei, Pool, Pool- Band, Pool- Drinks, Pool- Hasen und Pool- Liegewiesen, alles für lau. Wenn das kein Vorgeschmack auf des morgen beginnende Leben im Luxus ist.

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Gestärkt durch eine ausgiebige Mittagstunde, betreten wir die kommerzielle Wüstenoase und machen uns auf die Suche nach einer Unterkunft, zentral und günstig, wie immer. Nach Abarbeitung der Rezeptionen verschiedener Hotels fällt unsere Wahl auf das Flamingo, nicht mehr ganz up to date, aber genau dort gelegen, wo der Mob tobt.

Der Blick aus dem 26. Stock verschafft uns einen Überblick, wo und wann in welcher Reihenfolge die Tresore der Casinos leergeräumt werden können. Kurz Deo unter die Arme, dann kann es losgehen.

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Erstes Casino, Mirage, Geld wechseln, ran an die Automaten. Getränke sind für Spieler umsonst, könnte sein, dass sich deshalb in der ersten halben Stunde keine Bedienung blicken lässt. Quarter um Quarter wandert in den Münzschlitz, die Euphorie lässt auf sich warten. Um uns herum Damen um die 50 in Trainingsanzügen, die mit verklärtem Blick Hunderter versenken, als sei der Quell der Scheidungsabfindung unerschöpflich. Aus Verzweiflung wechseln wir noch einmal an den Rouletttisch, doch auch hier lässt Fortuna sich nicht blicken. Irgendwie ist das Alles hier typisch amerikanisch, dem gemeinen Durchschnitts- Europäer erschließt sich der Charme nicht, warum auch immer.

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Deshalb treten wir den Rückzug nach vorne an, IPC sein bedeutet heute auf jeden Fall nicht, sein Glück im Spiel zu finden. Gregor und Olli flüchten sich ins berüchtigte Nachtleben (kühle Drinks und heiße Ladys), ich stecke jede viertel Stunde einen Quarter in irgendeinen Automaten, sodass die Bierversorgung nicht abreißt und versuche, durch langsamen Anstieg meines Alkoholpegels dem Geheimnis der Stadt auf die Schliche zu kommen.

Gegen 5:00 a.m. finden wir uns alle wieder im Hotel ein und fallen geläutert in tiefen Schlaf.

Fazit Lars Vegas: Müssen wir halt doch alle erst mal weiter zur Arbeit gehen!

Morgen geht’s in die Einsamkeit.