20-04-03: Highway No. I

Der Wecker klingelt um 6:30 a.m., wir müssen im Urlaub sein. Der heutige Tag soll uns den Pacific Coast Highway hinunter zu einem lauschigen Campingplatz direkt am Ozean führen, grillen, Lagerfeuerromantik, das ganze Programm. Da ist frühes Aufstehen angesagt. Um kurz vor Acht ist alles erledigt und wir starten durch. Schnell macht sich im Bus allerbeste Stimmung breit. Die Strecke geizt nicht mit Ausblicken eindrucksvollster Art, man hangelt sich von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Die Boys geben ab und zu einen Kurzauftritt und ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich.

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In Carmel, wo laut Gregor Clint Eastwood einmal Bürgermeister war, um das Verbot öffentlichen Eis Essens abzuschaffen (die Kinder haben immer alles voll geschmiert), wird die Kühlbox mit Tecate und Grillgut aufgefüllt. Wir kommen diesmal recht preiswert davon, denn in Amerika ist das einzig erschwingliche Nahrungsmittel, wie sollte es auch anders sein, Rindfleisch. Und so freuen sich alle darauf, abends endlich mal wieder satt zu werden.

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Gegen 15:00 p.m. ist der Campingplatz erreicht. Zwischendurch haben wir noch mal kurz ein Regengebiet durchfahren, aber da Olli und ich das aus Kalifornien ja mittlerweile gewohnt sind, warten wir gelassen bei eine kurzen Schläfchen darauf, unsere Zelte aufbauen zu können, ohne nass zu werden.

Der Campingplatz hält das, was Gregor versprochen hat, und so können wir zum ersten Mal auf dieser Tour mit unserem kompletten Geraffel auftrumpfen. Nachdem wir unser kleines Dorf aufgebaut haben und die IPC- Fahne gehisst ist, kommen die ersten anerkennenden Reaktionen unserer Mit- Camper, einer amerikanischen Familie und einem staatenlosen Lesbenpärchen. Wie sich später bei einem Bier heraus stellt, spricht unser Nachbar, wie sollte es auch anders sein, Deutsch, da seine Mutter aus München kommt. Über das Lesbenpaar können wir nicht mehr in Erfahrung bringen, wir werden komplett ignoriert (warum nur?).

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Als dann alle Fleischvorräte aufgebraucht und ein adäquates Feuerchen entfacht ist, halten uns auch gelegentliche Regenschauer nicht mehr davon ab, Lobgesänge auf den bisherigen Verlauf unseres kleinen Ausflugs anzustimmen. Gregor und ich nehmen uns noch der Überbleibsel unserer Schnaps- Vorräte an, und so geht der Abend fröhlich, für Gregor sogar feucht fröhlich, zuende.

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