18 + 19-04-03: First Stop: Sequoia National Park

Wir sind ja hier in Kalifornien, und bisher haben wir schon jede Menge schöne Sachen erlebt.
Was aber bis dato richtig gestört hat, ist, dass Gregor immer noch zur Arbeit musste. Doch das ist jetzt vorbei, Billa hat jetzt auch Ferien, und so können wir ab heute noch viel schönere Sachen machen!

Geplant ist eine Camping- Tour durchs Hinterland. Zu diesem Zweck wird erst einmal der Audi gegen einen VW-Bus getauscht, 3.2 Liter V6, ganz feine Sache. Die Devise „mehr mitnehmen“ erreicht dadurch eine ganz neue Dimension. Da wir aber gar nicht so viele Sachen haben, führt unser erster Weg zum Walmart, Dinge kaufen. Hier gibt es alles, aber das hatte Lutz uns ja schon vorher erzählt. Selbst hochwertigste Klappmesser zu niedrigsten Preisen, die Olli später bei E- Bay zwecks Regeneration der strapazierten Finanzen versteigern kann. Und so können wir den EuroVan im Anschluss so richtig voll laden: Schlafsäcke, Campingkocher, für jeden ein Zelt, zwei Notenbücher, Gitarre, Bettzeug, Surf- Stuff, eine riesige Kühlbox für ungefähr 90 Dosen Tecate und zwei Säcke Eis, Beach- Wear und Winterjacken, Taschenlampen, Feldbetten, Angeln, tragbare CD- Player und und und. Das Tüpfelchen auf dem I ist ein Teppich, der unser mobiles Wohnheim erst so richtig gemütlich macht.

Und so brechen wir gegen 12:00 auf, erstes Ziel ist der Sequoia Park. Auf dem Weg zeigt sich der Westen auf mannigfaltigste Weise, hier gibt es jede Menge Gegend.

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Im Park angekommen, stellt sich uns die einheimische Fauna in Form eines Sqoarwls persönlich vor und spaltet unsere bis dahin einträchtige Dreisamkeit in zwei Lager.  Das eine (Olli und Erne) füttert das Vieh mit der Begeisterung 8- jähriger Schulmädchen beim Anblick eines Pferdes (ach wie süß) mit Salzgebäck, das andere ergeht sich in Ausführungen über Tiere als Überträger ansteckender Krankheiten (alle abschießen).

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Wie auch immer, das Sqoarwl freut sich und ist nur schwerlich davon abzuhalten, als viertes Rad am Wagen unserem lustigen Schulausflug beizuwohnen.

Weiter geht’s, wir entern den Sequoia National Park. Bäche, Schluchten, Felsen, Wasserfälle, Bäume, von allem jede Menge.

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Und Klima gibt’s hier. Im Tal noch Raubtierfütterung bei 73°F, oben dann Glatteiswarnung bei Schneetreiben.

Etwas enttäuscht sind wir von den Bäumen, dem dieser Park seinen Namen zu verdanken hat. Bei Nebel sind die Dinger auch nur unwesentlich höher als die gemeine europäische Krüppelkiefer. Aber wir sind ja auch nur knapp raus aus Hollywood, wo die Illusion den Alltag betrügt.

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Der arktischen Temperaturen überdrüssig, treten wir den Rückzug an und mieten uns in einem kleinen, gar nicht mal so feinen Motel kurz vorm Parkeingang ein. Der Hausmeister, ein ca. 70- jähriger Strahlemann, glänzt mit Geschichten über Germany, Hannover, 2 Jahre da gearbeitet, wahrscheinlich CIA, ganz große Welt. Damit bestätigt er mal wieder unsere Erfahrung, dass jeder Ami entweder in Heidelberg studiert, Verwandte in Köln oder zumindest eine Vorliebe für deutsches Bier hat.

Nach Klärung der Formalitäten wird noch rasch eine Pizza im örtlichen Stadtkern (Post, Pizzaladen, Parkplatz) ausgefasst, dann geht es ab aufs Zimmer, Berichte ins Netz stellen. Dies gestaltet sich überraschender Weise gar nicht so einfach, um nicht zu sagen, wir scheitern kläglich. Trotz beinahe übermenschlicher Anstrengungen führt kein Weg aus dem winzigen Kaff ins große weltweite Netz.

Licht aus, schmollen, schlafen. Hätte der Weblurch vielleicht noch eine Idee gehabt? Egal!

Der nächste Morgen versöhnt durch strahlend blauen Himmel. Was tags zuvor noch schmuddeligen Hinterwald- Charakter hatte, präsentiert sich jetzt als Kleinstadt- Idylle. Gestärkt durch American Breakfest beim örtlichen Kriegsveteranen, der Vorgarten besticht durch ein Arrangement unterschiedlichster Mobile mit Hubschraubern, Soldaten und Kampfjets, starten wir den zweiten Versuch, den Park zu durchqueren.

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Diesmal haut alles hin, und erwartungsfroh setzten wir Kurs in Richtung San Francisco.

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Die Fahrt gestaltet sich unter Anderem durch Musikbeiträge aus dem Fond recht kurzweilig, und so laufen wir, aus voller Brust den Klassiker „ If you’re going to San Francisco“ interpretierend, in „The City“ ein.

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